Pränataldiagnostik
Nabelschnurpunktion | Echokardiographie, fetale | Dopplersonographie | Nabelschnurtransfusion | fetale Echokardiographie | Ersttrimester-Screening | Amniozentese | Chorionzottenbiopsie | HELLP-Syndrom
Diagnostik & Therapien
umfasst alle vorgeburtlichen Untersuchungen beim Ungeborenen. Einige erlauben bereits in den ersten 12 bis 14 Wochen einer Frühschwangerschaft das individuelle Risiko z.B. für chromosomale Störungen, Fehlbildungen oder Entwicklungsstörungen des Ungeborenen zu ermitteln. Gibt es Hinweise auf eine kindliche Schädigung, stehen weiterführende schonende Untersuchungen zur Verfügung, um mögliche Erkrankungen abzuklären. Außerdem können heute mit modernen Behandlungsmöglichkeiten der Pränatalmedizin potenziell bedrohliche Situationen noch vor der Geburt entschärft bzw. behoben werden. Neben den regulären Ultraschalluntersuchungen im Rahmen der gesetzlich geregelten Schwangerenvorsorge werden an beiden Frauenkliniken, Campus Innenstadt und Großhadern, spezielle Ultraschalluntersuchungen sowie eine invasive Diagnostik durchgeführt. Dazu gehören ein Ersttrimester-Screening mit einer differenzierten Ultraschalluntersuchung in der 12. bis 13. Schwangerschaftswoche (SSW), eine Dopplersonografie (Ultraschalldiagnostik) zur Untersuchung des fetalen Blutkreislaufs und der plazentaren und mütterlichen Gefäßwiderstände sowie ein Organscreening und eine Ultraschalluntersuchung des kindlichen Herzens (fetale Echokardiographie) in der 20. bis 22. SSW. Des Weiteren können auf Wunsch eine (invasive) Untersuchung von Plazenta (Chorionzottenbiopsie) in der 9.-12. SSW oder Fruchtwasser (Amnionzentese) in der 15.-16. SSW zur Abklärung von Chromosomenanomalien durchgeführt werden. Beide Eingriffe sind mittlerweile mit einem sehr geringen Risiko verbunden. Je nach Untersuchungsmethode liegt nach 2 Tagen bis 2 Wochen das Ergebnis vor. Therapeutisch kommen eine Nabelschnurpunktion bzw. Nabelschnurtransfusion infrage, etwa wenn eine kindliche Infektion und/oder Anämie bestehen; bei speziellen Erkrankungen des Ungeborenen können auch Entlastungspunktionen oder Shunteinlagen vorgenommen werden. Liegt ein Syndrom der fetofetalen Transfusion vor, kann bei Zwillingsschwangerschaften eine Lasertherapie erfolgen. Die Pränatalstation befindet sich in Kreißsaalnähe. Hier werden Schwangere aufgenommen, die einer intensiven, individuell abgestimmten vorgeburtlichen Betreuung bedürfen, etwa weil die Gefahr einer Frühgeburt besteht, die Schwangeren Mehrlinge erwarten, sie unter unstillbarem Erbrechen leiden, an einem Schwangerschaftsdiabetes oder am HELLP-Syndrom erkrankt sind, oder bei deren Ungeborenem im Rahmen der Pränataldiagnostik Entwicklungsverzögerungen oder eine Fehlbildung aufgedeckt wurden.
GROSSHADERN

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

089/4400-76800
https://www.lmu-klinikum.de/frauenheilkunde-und-geburtshilfe

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INNENSTADT

Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Pränataldiagnostik/Ultraschall

089/4400-54254
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